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Waldtage 20/21

Wunderschön gelegen, mit Blick auf den oberen Zürichsee findet man das Waldschulzimmer des Mädcheninternates am See.  Startpunkt der Waldtage und am Ende perfekter Platz, um sich auszuruhen und zu verpflegen. 

Das Naturwaldreservat gehört dem Kloster. Selbst eingefleischte Förster spazieren gerne und mit offenen Augen hindurch. Seltene Pflanzen und manch seltenes Insekt findet man bei genauem Hinschauen auch. 

Für unsere Schülerinnen bedeutet ein Tag im Wald zu sein, sich umzustellen, die Routine zu durchbrechen. Viel Bewegung an der frischen Luft. Was für jüngere Kinder noch selbstverständlich ist, kann nun eine Herausforderung sein.  Den Waldtag erleben die Schülerinnen in ihren Klassen. 

Wie sieht so ein Waldtag aus?

Wir starten mit dem Fahrrad. Gemeinsam schwingen wir uns aufs Velo. Los geht`s! Am See entlang, Richtung Wald. Manch eine Schülerin ist es nicht gewohnt, mit dem Velo zu touren. Doch gemeinsam geht vieles leichter. Der Unterricht hat hiermit längst begonnen. Verkehrsschulung und Sportunterricht in einem!

Beim Waldschulzimmer angekommen, geht das Lernen weiter. Vielleicht hat die ein oder andere Schülerin noch gar nicht bemerkt, dass sie bereits mittendrin ist, im Geschehen. Umso besser! Herr Husmann hat nämlich noch Besonderes vorbereitet. Verschiedenste Stationen "to-do" weisen den Weg. Informationen gibt es auch auf der grossen Tafel (PDF) ...

Im Wald gibt es  viel zu entdecken. Die jugendlichen Scheuklappen, die so viele tragen, machen blind. Der Blick reicht oft nur noch bis zum Handy-Display. Deshalb muss etwas nachgeholfen werden. Die Aufmerksamkeit muss bewusst justiert werden.

So üben wir uns. Dabei beobachten wir, überlegen, suchen. Physikalische Gesetze lassen sich beweisen. Nebenbei. Gerechnet wird auch. Wer weiss, wie hoch die Niederschlagsmenge in mm sein muss, bis ein Quadratmeter Waldboden in 10 cm Tiefe durchfeuchtet ist? Und selbstverständlich kommt die Botanik nicht zu kurz. Welche Baumarten wachsen hier? Woran erkennt man ihr Alter? Und, wozu brauchen wir den Wald? Wie abhängig wir von der Natur sind, wird klar, wenn wir uns vor Augen halten, wer auf der Erde den Sauerstoff produziert. Wir Menschen sind es nicht. 

Der Waldtag ist ein Gesamtpaket. Themenübergreifend und umfassend. Hier gibt es nicht ein Fach. Alles zusammen macht es aus. Am Ende gibt es noch eine kleine Portion Survival-Training. Feuer machen und bräteln. Ohne Grill und Stuhl. Dafür mit Stock und viel Hunger. Und auch wenn der Waldtag für manche Mädchen eine echte Herausforderung ist. Eines ist sicher. Es schmeckt einfach besser. So draussen und (fast) selbst gemacht.  - Hier sehen Sie Fotos solcher Waldtage (herunterscrollen).


Weitere Informationen zum Naturwaldreservat:

Im Jahr der Biodiversität, 2010, hat das Kloster Mariazell 33 Hektaren des klostereigenen Waldes der natürlichen Waldentwicklung übergeben. «Weid» heisst dieses Naturwaldreservat, wo 150 Eichen und 429 Biotopbäume stehen. Es liegt zwischen Oberbollingen und Schmerikon. Das Naturwaldreservat zeichnet sich nicht nur durch ein äusserst hohes Biodiversitätspotential aus, sondern auch durch die Tatsache, dass es trotz kleiner Grösse repräsentativ für das ganze Mittelland ist.

Da der Wald ziemlich feucht ist, entsteht Lebensraum für die Waldschnepfe. Auch Eulen und Käuze profitieren davon, ebenso verschiedene Spechte. Im Klosterwald wächst ausserdem ein sehr seltenes Moos, das, weil es Schatten liebend ist, im geplanten Naturwald gedeihen wird. So leistet das Kloster mit einem Stück Wald, der natürlich nach wie vor dem Kloster gehört, einen Beitrag zur Artenvielfalt am Zürichsee - siehe auch die Angaben auf der Informationstafel (PDF).

In einem umgebauten Stall befindet sich es ein Waldschulzimmer mit prächtiger Aussicht auf den Obersee. Das Kloster stellt das Waldschulzimmer Schulen und Organisationen für Exkursionen ins Reservat gerne zur Verfügung. Kontaktpersonen sind:

Jörg Hässig, Regionalförster, Waldregion 4 See,
E-Mail: joerg.haessig@sg.ch
Telefon: 058 229 34 98

Othmar Köpfli, Obmann der Jagdgesellschaft Jona
E-Mail: o.koepfli@gmx.ch
Mobile: 079 718 42 78

PS: Hier noch ein Link zu einem Presseartikel zum Naturwaldreservat!