Internat

Auf der Suche nach spannender Harmonie.

Nicht zuletzt weil alle Mädchen während der Woche im Internat leben, entsteht eine grosse Familie. Das gibt Geborgenheit. Aber führt natürlich auch zu Auseinandersetzungen. Das ist gut so.

Mit Konflikten umzugehen, Positionen zu vertreten, Meinungen klar zu artikulieren, lösungsorientiert zu denken, Grenzen zu ziehen und Kompromisse auszuhandeln, sind wichtige Elemente der sozialen Entwicklung. Bei uns findet das in der Praxis statt. Jeden Tag. Durch individuelle Verantwortungen und «Ämtli» werden alle Mädchen ein Teil der grossen Internatsfamilie. Viele Aktivitäten werden erst möglich, weil wir abends und am Mittwochnachmittag zusammen sind.

Der wöchentliche Klassenkreis

Im wöchentlichen Klassenkreis werden Fragen gestellt, Anliegen vorgebracht, Ideen aufgeworfen und Projekte besprochen. Es wird kritisiert und argumentiert, gelobt, gefeiert und gedankt. So wird das lebendige Miteinander im Alltag jeden Tag aufs Neue umgesetzt.

Die «Speisesaalbesprechung»

Was haben wir am Morgen erlebt? Was hat uns die letzten Tage bewegt? Was planen wir am Nachmittag? Was möchten wir mit den anderen teilen?
Bei der Besprechung nach dem Mittag- und Abendessen kommt das alles auf den Tisch. Eine gute Übung, vor einer grösseren Gruppe zu reden.

Individuelle Gespräche

Die Mitglieder des Kernteams nehmen sich gerne Zeit für Fragen oder Probleme. Solche Gespräche sind jederzeit möglich. Manchmal kommen auch Kolleginnen und Freundinnen zu zweit oder dritt. Gemeinsam können Dinge ausdiskutiert, Standpunkte definiert und Lösungen gefunden werden.

Ich weiss, was ich kann, und sage, was ich denke.

Kernwerte als Wegweiser.

Zu reifen und erwachsen zu werden, besteht nicht darin, Fremdsprachen zu lernen und die trigonometrischen Funktionen zu verstehen. Sonst wäre man ja nur, was man weiss. Wie ein Computer. Wissen ist wichtig. Aber es ist nicht das Einzige. Das Leben zu meistern und im Alltag klarzukommen, ist genauso wichtig. Auch diese Kompetenzen vermitteln wir.

selbstbewusst und offen

Selbstbewusstsein ist nicht selbstverständlich. Es kann Teil einer Entwicklung und eines Lernprozesses sein: Sich seines Wertes bewusst sein und das nach aussen ausstrahlen.

 

Wir fördern die Entwicklung der jungen Mädchen zu selbständigen, kommunikativen Frauen.

kompetent und motiviert

Wissen ist wichtig. Das Schulwissen ist eine Basis. Die Motivation, mehr wissen zu wollen, und die Neugier bringen uns weiter. Wissen und Verstehen machen Freude. Das motiviert.

 

Durch aktive Unterrichtsformen und viele Erfolgserlebnisse wecken wir die Motivation. Durch Niveaugruppen vermitteln wir den Schulstoff individuell angepasst.

teamfähig und engagiert

Mit anderen im Team arbeiten, Verantwortung übernehmen, eine Gruppe führen. Oder nur schon vor anderen etwas vortragen. Das ist nicht für alle gleich einfach.

 

Werte wie Kompromissbereitschaft, Zuverlässigkeit und Respekt werden bei uns täglich gefordert.

Hier sein und die Energie der Mädchen­bande spüren.

Ein Vorteil ist es erst, wenn man ihn nutzt. Wir sind privilegiert. Das wissen wir. Deshalb nutzen wir unsere Möglichkeiten ganz bewusst. Und es sind nicht wenige.

Eine Schule mit Internat eröffnet den Schülerinnen viele Vorteile. Zum einen ist es natürlich eine klare Struktur, die Sicherheit gibt. Schulunterricht, Hausaufgabenzeit, Freizeit, gemeinsame Aktivitäten bringen Ruhe in den Internats-Alltag. Dass es keine externen Schülerinnen gibt, sondern alle von Sonntagabend bis am Freitagnachmittag im Internat wohnen, ist ein weiterer Vorteil. So wird man am See noch mehr zu einer grossen Familie mit einer einzigartigen Geschichte.

Eine Familie. Das ist immer auch eine Herausforderung. Auch das ist ein Privileg. Wir lernen nicht nur im Schulunterricht und während der Hausaufgabenzeit. Wir bilden darüber hinaus eine Gemeinschaft, die Gemeinsamkeiten feiert und Widersprüche aushalten muss. Das ist eine Lebensschule. Oder wie Stendhal es formuliert hat: «Alles kann man sich in der Einsamkeit aneignen, ausser Charakter.»

Das Gespräch ist für uns etwas ganz Zentrales: in der Gemeinschaft, in den Klassen, in Gruppen. Immer wieder besprechen wir Dinge, treffen neue Abmachungen oder hinterfragen sie. Das braucht nicht nur Zeit, sondern auch den Entschluss, langsamer und bewusster zu gehen. Und sich nicht in den immer schneller drehenden Strudel der «Erledigungs-Philosophie» hineinziehen zu lassen.

Wir ermöglichen den Schülerinnen innezuhalten, über ihr Leben nachzudenken und sich so zu entwickeln. Wir haben die Musse, gemeinsam die Freizeit zu verbringen, kreativ zu sein, zusammen zu blödeln, zu weinen und zu lachen. Wir leben in einer frohen Atmosphäre. Das beflügelt.